aus dem Mama-Leben

2 Schwangerschaften, 2 Geburten, 2 Mädchen – und doch ist so vieles anders

    Nun bin ich also „plötzlich“ Zweifach-Mädels-Mama – haaaaach…

Das Geschlecht war uns schon bei Schnuppi egal, bei Schnuppi 2.0 war das nun nicht anders. Beides hatte in unseren Augen „Vor- und Nachteile„, falls man bei einem gesunden Kind überhaupt von Nachteilen sprechen kann. Damit meine ich aber lediglich solche Dinge wie: wenn man ein 2. Mädchen bekommt, spart man irre an Klamotten 😉 Hey, und mit Mädchen kennen wir uns aus.

    So dachten wir zumindest… …und trotzdem kann alles SO anders sein:

Schnuppis Schwangerschaft war quasi ein Traum. Na klar, ein paar Schwangerschaftswehwehchen hier und dort, aber nix Dramatisches. Ich hatte diese Schwangerschaft irre genossen und liebte diesen „Zustand“. Was war ich stolz auf meine Megakugel. Die Schwangerschaft von Schnuppi 2.0 hingegen war von Anfang an geprägt von „Nebenwirkungen“: Übelkeit, (unnatürlich lang anhaltende) Kreislaufprobleme (weit über das erste Trimester hinaus), extreme Beckenschmerzen von Anfang an – und dazu einen Kleinkind-Tragling, der immer anhänglicher wurde: „Mama, ich bin soooo schlapp, ich kann nicht laufen!“ Schnell war ich mit Beschäftigungsverbot nach Hause verbannt und habe trotz allem versucht, diese Schwangerschaft total zu genießen – sollte es doch schließlich die letzte für mich sein!

Am Ende einer Schwangerschaft – Überraaaaschung – steht die Geburt. Bei Schnuppi begann diese 13 Tage vor Termin, also bei Schwangerschaftswoche 38+1, mitten in der Nacht mit einem großen PLATSCH: Blasensprung! Netterweise im Bad. Und was soll ich sagen? Schnuppi 2.0 ist wohl ähnlich praktisch veranlagt. Sie ließ sich eine Woche länger Zeit und so war es am Nachmittag 6 Tage vor Termin, also bei 39+1, dass es der schnuppismama im Bad ein wenig die Beine runterlief. Rief ich bei Schnuppi total aufgeregt nach dem schnuppispapa, dass dieser aufstehen und alles zusammensuchen solle und wir dann auch eine Stunde später im Krankenhaus waren; so begab es sich bei Schnuppi 2.0, dass wir gerade Schnuppi gefragt hatten, ob wir ein Eis essen gehen wollen. Und was macht man da als gute Mami: Eis essen gehen! War ich mir doch auch gar nicht sooo sicher, ob es wirklich Fruchtwasser war. Nach dem Eisdielen-Besuch sind wir dann aber doch mal lieber ins KH…

Bei Schnuppi setzten die Wehen auch schon gut eine Stunde nach Blasensprung ein und ich „wehte mich gut ein“, wie man so schön sagt. Alles in allem war es eine laaaange Geburt: 10 Stunden im Kreißsaal, knapp 2 Stunden Presswehen, 3 Schmerzspritzen, aber keine PDA – und ziemlich genau 17 Stunden nach Blasensprung kam unsere Schnuppi am 21. Oktober 2010 um 17:22 Uhr mit 53cm, 3.470g und einem Kopfumfang von 34,5cm zur Welt.

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Bei Schnuppi 2.0 ließ es mit den Wehen länger auf sich warten. Blasenriss gegen 15 Uhr und erst so gegen 23:30 Uhr nachts wurde es spürbare Wehen. Dann gings aber ziemlich flott und kurz vor Mitternacht bat mich meine Bettgenossin, doch lieber mal zu klingeln, um in den Kreißsaal zu gehen. Sie wollte nicht unbedingt auf dem Zimmer Geburtshilfe leisten 😉 Ich war noch skeptisch – bestimmt noch irre viel Zeit. Aber ich folgte dem Rat der Zweitmami, die steif und fest behauptete, dass es beim 2. wirklich schneller geht. Und wie Recht sie hatte: Schnuppi 2.0 trat wie ein Wirbelwind in unser Leben: keine 2 Stunden im Kreißsaal, gerade mal 3 Presswehen, die ich zum Teil direkt veratmen musste, damit sie nicht zu schnell auf die Welt kommt, 1 Schmerzspritze, die nicht mehr zum Wirken kam, auch wieder keine PDA – und so kam unsere 2. Tochter am 17. Juni 2013 um 2:45 Uhr nachts mit 53cm, 3.690g und einem Kopfumfang von 35,5cm zur Welt.

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    So viele Parallelen und doch auch so viele Unterschiede. Wir sind sehr gespannt, was wir als schnuppiszweifacheltern mit unseren zwei Beiden so alles erleben werden…

PS: Unser Dank gilt auch dem Krankenhaus Links der Weser und der jeweils uns unter der Geburt begleitenden Hebammen – diese waren so unterschiedlich wie sonst nur was, aber bei der jeweiligen Geburt immer genau die Richtige!

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11 Kommentare zu „2 Schwangerschaften, 2 Geburten, 2 Mädchen – und doch ist so vieles anders

  1. Ich habe letztens schon mal gratuliert – aber ich mache es noch mal! 🙂
    Gratulation! 🙂
    Weißt du, was ich nicht verstehe? Du kannst so kurz nach Geburt zusammenhängende, logische Sätze schreiben. Ich war so vernebelt im Hirn, ich konnte nicht mal mehr die kochanleitung für Puddingpulver befolgen. Bei beiden. Und das hat auch verdammt lange gedauert. Bestimmt ein Jahr, bis im im Kopf zurück war. 😀
    Alles Gute! 😉

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    1. Ach weißt Du, mein Kopf kann einfach nicht die Klappe halten – ganz schlimm! Hätte ich direkt nen Drucker am Kopf angeschlossen, könnte ich wöchentlich nen Roman veröffentlichen 😉

      Aber keine Sorge: auch an mir geht das Wochenbett keineswegs spurlos vorüber 😉

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  2. Ein schöner Bericht! Jaja, das 2. ist halt schneller da! Kann ich nur bestätigen. Muss dir mal meinen Bericht schicken, da gibt es viele Gemeinsamkeiten 😉
    Ich bin wirklich sehr gespannt, wie die beiden sich entwickeln. Gleich oder ungleich. Meine beiden sind ja so unterschiedlich, der Wahnsinn. Bis auf das Aussehen haben sie bis jetzt nichts gemeinsam *haha*
    Liebe Grüße, Steffi

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