Kirchenwelt

schnuppismama’s November-Blues – die III. – oder auch: Totensonntag

Nach Teil I und Teil II folgt heute der dritte und letzte Teil des November-Blues…

Bald ist es geschafft: das Ende des Kirchenjahres naht – und damit auch der Advent. Aber erst heißt es am jetzigen Sonntag noch:

Totensonntag/Ewigkeitssonntag.

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Schon früh in meinem Leben habe ich mit dem Tod Bekanntschaft gemacht. Mit 6 Jahren verlor ich eine Freundin, die dem Kampf gegen die Leukämie mit gerade mal 7 Jahren erlag. 4 Jahre später folgte eine weitere Freundin, die mit ihrem Wasserkopf nur 14 Jahre jung werden durfte. Und hat man, wie ich, das Glück, eine große Verwandtschaft und auch noch Urgroßeltern, Großtanten und Großonkel zu haben, so hieß es für mich im Umkehrschluss auch schon viel zu oft, von so sehr geliebten Menschen Abschied nehmen zu müssen.

So auch im Jahr 2005 von meiner über alles geliebten Urgroßmutter, von der ich hier schon öfter einmal berichtet habe. Es war ein sehr turbulentes Jahr, was mit dem Ende einer 4jährigen Beziehung begann. Auch meine Gesundheit machte mir in diesem Jahr sehr zu schaffen. Im Mai dann der Tod meiner Uroma. Woran ich auch zu knapsen hatte: während sie für immer die Augen schloss, war ich gerade in der Disco. Doch das Jahr nahm einen sehr versöhnlichen Abschluss: mein heutiger Mann und ich liefen uns nach Jahren wieder über den Weg… …und der Rest ist Geschichte.

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5 Jahre später fängt auch das Jahr 2010 schlimmer an als ich es mir je hätte vorstellen können: unser Wunschkind ging zu den Sternen!

Mein Engel, täglich begleitest Du mich in Gedanken und in meinem Herzen – auch an Dich da oben werde ich am Ewigkeitssonntag besonders denken. So kurz Du nur bei uns sein konntest, so sehr haben wir Dich geliebt! Du bist unvergessen und wir danken Dir für jede einzelne Sekunde mit Dir! Du hast Deinen Schwestern den Weg bereitet und passt von oben auf sie auf!

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Doch auch das Jahr 2010 nahm eine wunderbare Kehrtwendung mit der Geburt unserer ersten Tochter!

Überraschend las ich gerade erst vor ein paar Tagen eine Aussage vom viel zu früh verstorbenen Heath Ledger: „Ich fühle mich auf eine Art bereit für den Tod, weil ich in meinem Kind weiter lebe.“ Gleichzeitig hatte er aber noch hinzugefügt, dass er so lange wie möglich leben möchte, um „für immer“ für seine Tochter da zu sein.

Mir ging es nach der Geburt unserer ersten Tochter sehr ähnlich. Mit Schnuppis Geburt war (und ist) der Sinn des Lebens für mich greifbar geworden! Kurz danach sagte auch ich, dass ich den Tod nun nicht mehr „fürchte“, weil ich in meiner Tochter weiterleben würde und der Welt etwas Wunderbares hinterlassen habe. Aber gleichzeitig fürchte ich den Tod heute mehr denn je: ich möchte unsere beiden Wunder aufwachsen sehen, möchte sie begleiten, ihnen helfen – und hoffentlich im rechten Moment auch immer wieder und immer mehr loslassen, um später aus hoffentlich nicht allzu weiter Ferne stolz meine beiden Mädels zu betrachten!

Lieber Gott, das wünsche ich mir – ich hoffe, Du hast keine anderen Pläne!

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3 Kommentare zu „schnuppismama’s November-Blues – die III. – oder auch: Totensonntag

  1. Das hast Du ganz wunderbar geschrieben – ich finde Deine Einstellung toll. Und ich möchte Dich virtuell in die Arme nehmen und trösten wegen der vielen Lieben, die Du schon hast gehen lassen müssen!

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