aus dem Mama-Leben

Schlaflos durch die Nacht – und trotzdem {ein Mut-mach-Posting für mehr Elternschlaf}

Diesen Blogpost habe ich diese Nacht im Kopf schon zwanzigtausend Mal geschrieben… …hatte ja sonst nix zu tun, weil schlafen ging ja nicht… Und nun stocke ich gerade – ob ich vielleicht zu müde bin?

Ja, was war denn bloß los? Wie forsch war ich anzunehmen, die schlafarmen Nächte seien gezählt? Wobei, nein, schlafarm war diese Nacht nicht sondern komplett schlaflos! Premiere! Jetzt! Nach über fünf Jahren! Kinder (meine!), das wäre doch nicht nötig gewesen…


Gestern Abend war mir noch so betrübt zumute. Was hatten wir wunderbar erholsame Weihnachtsferien! Der Abschied von selbigen fiel mir extrem schwer! Nach unserer traditionellen Weihnachts-Familien-Rundtour, die vom 25. bis 27.12. anstand, hatten wir uns dieses Jahr für die Ferien nichts weiter vorgenommen, wollten uns einfach ausruhen, Familienzeit genießen und in den Tag reingammelnleben. Erstaunlich, wie schnell sich auch bei den Kindern der Tagesrhythmus nach hinten verschob. Als wir zudem bei Mini-L die beiden herausnehmbaren Gitterstäbe entfernten und sie nun ganz selbständig in ihr Bett rein und auch aus selbigem wieder heraus kann, durften wir seither erleben, dass die Kinder nicht nur bis mal halb neun, mal nach neun ausschliefen, sondern nach dem Aufstehen auch erst einmal in Ruhe miteinander spielten. Es ist wahr: die schnuppiseltern konnten meist bis fast 10 Uhr morgens im Bett liegen bleiben – saucool!

Liebe Eltern von Babies und Kleinkindern: es gibt Hoffnung – wirklich! 

Ich war und bin selbst ganz baff! Und so fühlte ich mich gestern nach 12 Tagen Ferien auch wirklich erholt. Wir hatten eine so tolle Zeit. Wie sagt man heute? Family Quality Time vom Feinsten! Ich hatte fast feuchte Augen beim zu Bett gehen am gestrigen Abend, so schwer fiel mir der Abschied von dieser wunderbaren Zeit.

Die Rückkehr in den Alltag ist nicht immer leicht, auch nicht nach so ein paar Tagen – gerade, wenn sich der Tagesrhythmus so verschoben hat. Da man aber am ersten Arbeitstag eh immer einfach nur müde ist, nahm ich es gelassen. Nicht aber so unsere Töchter – offensichtlich. Eine andere Erklärung für das, was dann passierte, fällt mir nicht ein…


Eine echte Mama braucht keinen Schlaf!

Ein gewagter Satz, aber er titelt einen meiner Kaffeebecher. Und ja, man kann als Mutter mit erschreckend wenig Schlaf klar kommen. Schön ist das nicht, aber es geht – weil es gehen muss! Helfen anfänglich die Hormone über die schlafärmste Zeit, wird es mit zunehmendem Alter der Kids nicht gerade leichter – vor allem, wenn man schon wieder wesentlich besseres gewöhnt ist, nämlich regelmäßige Durchschlafnächte! Da sind die Nächte, wo mal das eine Kind, mal das andere, seltenst beide kommen, mittlerweile rar gesät.

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Huldigen wir dem Entdecker des Kaffees!
Heute mit viel Kaffee – sehr viel Kaffee!


Doch letzte Nacht war alles anders. Ja, die liebe Rückkehr in den Alltag. Es fiel mir schon als Kind schwer, die Nacht vor dem ersten Schultag nach der Ferien, gut und schnell in den Schlaf zu finden. Nach für elterliche Verhältnisse extrem vielem Schlaf während der letzten Tage bzw. natürlich Nächte, fehlte uns gestern Abend schlichtweg die Müdigkeit. Nach dem Tatort zwar zeitig ins Bett…

…dann aber erst einmal den Akku des Smartphones strapaziert. Licht aus. Hm, kein Schlaf in Sicht. Hach, dann mache ich jetzt einfach die Augen zu und ruhe mich so aus, der Schlaf wird schon kommen.


Das Protokoll einer schlaflosen Nacht

23:00 Uhr Ich höre Flöhe husten… nein, Schnuppi hat einen Hustenanfall… Stille.

23:15 Uhr nächster Hustenanfall

23:30 Uhr Schnuppi ruft… Tö-Gang, Nase putzen, Schluck trinken… und ab in die Mitte (vom elterlichen Bett selbstredend)

23:45 Uhr Schnuppi hustet weiter vor sich hin, klagt über Halsweh, meint, wieder auf die Tö zu müssen… (Sie kennen das!)

00:00 Uhr Der Husten lässt nach, dafür wird nun das lustige Spiel zudecken, losdecken, zudecken, losdecken gespielt.

00:15 Uhr „Schnuppi, schlaf jetzt BITTE weiter!“

00:30 Uhr  Knupsi: „Mamaaaa, runter gehen?“ Ähm… NEIN! Dafür rüberdackeln und Kind holen. Schnuppi von der Mitte aus weiter gen schnuppispapa schieben und Knupsi auf meine andere Seite (ja, ist außen, aber da ist extra ein Rausfallschutz angebracht).

00:40 Uhr Schnuppis Kopfkissen holen, weil wir auf einem schlecht zu dritt liegen können.

00:50 Uhr Knupsis Decke holen, weil… eh klar!

01:00 Uhr Schnuppi: „Ich muss nochmal auf die Toilette“ – „Nein, das kann gar nicht sein!“ …aber bevor sie ins Bett pieschert…

01:15 Uhr allgemeiner Durst… Schnuppis Trinkflasche verweilt bereits auf meinem Nachttisch, Knupsis geh ich dann mal holen

01:20 Uhr Ich halte das Rumgewühle und an mir Rumgetatsche nicht mehr aus, rolle mich am Fußende zusammen und hoffe auf Schlaf

01:30 Uhr Kinder haben mich wiedergefunden – yeeeeeeyyyyyyy

01:45 Uhr „Jetzt wird geschlafen, sonst…“

02:00 Uhr *Gekicher* *Augenrollen* Ja, sieht man im Dunkeln nicht, aber wir fühlen es gegenseitig bei uns… Echt jetzt!

02:15 Uhr Nun ist aber mal gut! „Wer jetzt nicht ruhig ist, muss wieder in sein Bett!“

02:30 Uhr Der schnuppispapa macht ernst – ich vollstrecke… fühle mich schrecklich… Kinder weinen… Nee, das geht nicht… Und nun? Der Wecker vom schnuppispapa klingelt um 5:30 Uhr… Dann den ganzen Tag im Büro… Und was bringt es, wenn hier keiner Schlaf bekommt?! Also schnappe ich mir erst Knupsi und gehe dann mit ihr zu Schnuppi. Zu dritt liegen wir nun auf 90cm Breite, Knupsi in der Mitte. Geht sich mit den drölfzigtausend Kuscheltieren natürlich platzmäßig nicht aus. Lasst Euch sagen, so eine Holz-Bettkante ist nicht gerade bequem, aber es ist ein Stück Platz auf gleicher Höhe mit der Matratze…

Ich weiß nicht, wann meine beiden Mäuse dann endlich in den Schlaf gefunden haben. Ich weiß nur, dass wir den ersten Kindergartentag verschieben – verschieben mussten! Und mir selbst? Tatsächlich blieb mir gar kein Schlaf – eine Premiere, auf die ich gut und gerne hätte verzichten können. Aber für wen, wenn nicht für unsere lieben Kleinen nehmen wir so etwas in Kauf?

05:50 Uhr Der schnuppispapa kommt, um mich wie abgesprochen zu wecken – nur gibt es nichts zu wecken. Die Tür geht auf und ich humpel ihm schon entgegen… „Guten… ähm… Morgen… oder so… KAFFEE – BITTE“


Letztendlich gilt:

Uns bleibt immer noch Paris die Erinnerung und Erholung der traumhaften Ferien! 😉

 


 

Rechtschreibfehler, seltsame Satzstellungen und all diese Dinge,
die ich so liebe, dürfen heute einmal behalten werden.

Übermüdetete Grüsslies
Eure schnuppismama


Tatsächlich hat sich mit letzter Nacht eine Nacht zum 6. Mal gejährt, die auch nicht viel mit Schlaf zu tun hatten – aber mit ganz viel Traurigkeit

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3 Kommentare zu „Schlaflos durch die Nacht – und trotzdem {ein Mut-mach-Posting für mehr Elternschlaf}

  1. Würde es einen Tröst – Button geben, würde ich den jetzt drücken 😉
    Ja, solche Tage fressen einen dann auf. Meistens hat man am nächsten Tag auch nicht die Ruhe, um mal etwas Schlaf nachzuholen. Das heißt dann wohl, kaum sind die Kids im Bett, geht man selber auch 😉

    Es kann ja nur besser werden 🙂

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