aus dem Mama-Leben

Zwei Schwestern im Vergleich {Blogparade} #Einzelstuecke

Schon vor einiger Zeit kam ich auf die Idee, ergänzend zu meinem ersten Blogpost in dieser Richtung, mal eine Art Update zu schreiben. Und nun hat Mutter & Söhnchen mit ihrer ersten Blogparade #Einzelstuecke zu exakt diesem Thema aufgerufen – da lasse ich mich nicht zweimal bitten, denn die Fortsetzung ist eh überfällig!


 

Ja, zwei Einzelstücke, die habe ich, das Wort trifft es genau. Wahrlich ist jede meiner Töchter ein Unikat, einzigartig auf ihre Weise – und doch sind sie eindeutig Schwestern.

IMG_5904Letzteres sieht man sofort. Okay, sie gleichen nicht wie ein Ei dem anderen, sie sehen sich nicht total ähnlich, aber da sind diese äußeren Merkmale, die sie unverkennbar zusammengehörig erscheinen lassen: ihre Augen und ihre Nasen. Und die haben sie wohl 1:1 von mir. Viele halten die zwei allerdings auch für ähnlicher als sie sind, denn auch die schmale Kopfform lässt sie so ähnlich aussehen. Doch vergleicht man Fotos der zwei im selben Alter, so gleichen sie sich – bis auf besagte Augen- und IMG_4573Nasenpartie – so gar nicht mehr. Maxi-L ist beispielsweise auf ihren Babyfotos fast gar nicht erkennbar: ein runder Kopf mit schwarzem Haar – heute hat sie einen schmalen Kopf und ist blond. Mini-L hingegen hatte schon immer einen sehr schmalen Kopf, dafür auch schon immer keine Haare, mittlerweile hat sie hinten eine Strähne, aus der ich fast täglich einen Zopf zaubern darf.


 

 

Was den Charakter angeht, sind hier zwei Einzelstücke, wie sie kaum unterschiedlicher sein könnten. Maxi-L ist sensibel, ruhig, zurückhaltend, schüchtern, ängstlich, klammernd, ein Kopfmensch (und das Wort „hochsensibel“ wird uns gegenüber oft erwähnt). Sie konnte sich schon extrem früh lange konzentrieren und mit einer einzigen Sache beschäftigen. Man kann ihr stundenlang vorlesen, sie ewig an einer Sache basteln oder malen lassen. Ruhig sitzen bleiben ist kein Problem. Und Mini-L? Ein Wirbelwind voller Selbstvertrauen. Die blauen Flecken sprechen für sich. Sie kann sich problemlos durchsetzen – auch gegen größere Kinder. Notfalls lässt sie auch mal Taten sprechen. Sensibel ist sie auch, aber längst nicht so empfindlich, wie ihre große Schwester. Sie ist aufbrausend, selbstbewusst, wild, laut, hibbelig, immer in Bewegung. Sitzen bleiben? Schon die gemeinsamen Mahlzeiten sind für sie eine Herausforderung (die wir nie unnötig in die Länge ziehen). Gesellschaftsspiele, vorlesen oder mal einen Film gucken? Gerne, so zwei Minuten lang und spätestens dann bitte nicht mehr brav dabei sitzen müssen 😀 Sie lernt eher so im Vorbeigehen. Zählen? Kein Problem und auch über die 10 hinaus. Farben? Nee, da müsste man ja mal ruhig sitzen und gucken, nein danke. Malen? Ja, wenn man dabei so richtig schön Chaos und vor allem Farbe verbreiten kann. – So unterschiedlich sie charakterlich sind, so sehr macht uns jede einzelne eben durch ihre ganz eigene Art so ungeheure Freude. Es ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich Kinder nicht nur sind, sondern sich dadurch bedingt auch ganz anders entwickeln. Das gehört eindeutig zu den Momenten, wo man sich fragt, wie jemals ein Plan für die U-Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt festgelegt werden konnte, der für alle Kinder gleichermaßen gelten soll. Aber das nur mal am Rande.

Maxi-L ist eine wirklich gute Esserin, aber das braucht sie auch ganz offensichtlich, denn sie wächst, dass man ja quasi dabei zusehen kann. Sie ist eines dieser 95%-Kinder laut der Perzentile (um noch einmal auf die U-Untersuchungen zurückzukommen), was schlicht und ergreifend bedeutet, dass sie größer ist als 95% der gleichaltrigen Mädels. Mini-L hingegen ist eine Essensverweigerin, hat sich aber dennoch langsam von der 10% auf die 15%-Linie hochgearbeitet. Da Maxi-L ein Herbstkind und Mini-L ein Sommerkind ist, passt es aufgrund dieser gegensätzlichen Wachstumsweise extrem gut mit dem Kleidung nachtragen. Hätte ich ja nun auch nicht so erwartet.

Beide sind mit 22 Monaten in den Kindergarten gekommen, wobei es bei Maxi-L eine Krippe war und Mini-L als U3 Kind in eine normale Kindergartengruppe und in dem Kindergarten mit ihr das erste Mal ein zweiter Geburtstag gefeiert wurde. Mit der Großen wäre das undenkbar gewesen, sie wäre in dieser Gruppe untergegangen. Aber für unseren kleinen Wirbelwind ist das genau das richtige. Ich bin schon extrem dankbar, dass sich immer ein guter und für jedes Kind passender Weg aufgetan hat, auch wenn es ab und zu gar nicht danach aussah. Die Entscheidungen haben Mut gekostet und auch die ein oder andere schlaflose Nacht. Umso schöner hinterher feststellen zu können, dass alles gut läuft, in den richtigen Bahnen.

Maxi-L geht leidenschaftlich gerne zum Kindertanzen. Mini-L musste zunächst, quasi ihr ganzes Leben lang, zugucken, bis es im Herbst 2015 endlich soweit war und sie mit mir mit dem Mutter-Kind-Tanzen starten konnte. Beide können nicht genug bekommen vom Tanzen und sehnen sich den Montag stets herbei (das wird sich wohl auch noch ändern, also mit dem Montag herbeisehnen *hust*).  

Anfänglich hatte ich etwas Sorge, Mini-L geht nur wegen Maxi-L zum Tanzen, halt weil es die große Schwester macht und man das auch alles machen möchte. Doch bei uns ist fast die Jüngere die treibende Kraft. Oft macht die Große die Kleine nach, die sich im Gegensatz so gar nicht darum schert. So ist es auch die Mini, die zum Blödsinn machen anstiftet, die Große ist die Vernünftige und Brave, gemeinsam sind sie allerdings ein kongeniales Team mit großem Erfindergeist. Sie lieben sich gegenseitig so bedingungslos und innig, dass uns Eltern oft das Herz überquillt. 

Es macht bei unseren beiden also nicht nur keinen Sinn, sie zu vergleichen sondern es geht schlichtweg gar nicht. Wie soll man diese zwei grundverschiedenen Persönlichkeiten denn vergleichen? 

Mir hat mal jemand erzählt, dass sich das Zweitgeborene halt den freien Platz in der Familie suchen muss und wenn dann die Position „lieb und brav und schüchtern“ vergeben ist, ist viel Raum für „frech und wirbelig und selbstbewusst“. 

Ich dachte anfangs, um Mini-L muss ich mich weniger sorgen, weil sie eher das „Täter-Kind“ als das „Opfer-Kind“ ist und in vielen Situationen ist es auch so, dafür gibt es völlig neue Punkte, bei denen ich mir bei der Großen keine Gedanken machen musste. Sie wäre beispielsweise niemals kopfüber aus dem Gitterbett…….. 


 

Schnuppi & Knupsi:
Ihr seid unser ganz großes Glück  und
wir lieben jede einzelne von Euch beiden genau so wie sie ist –
mit all den Unterschieden wie Gemeinsamkeiten.
Ihr seid perfekt – jede für sich!


Noch bis zum 22. Februar um 23 Uhr könnt Ihr bei Mutter & Söhnchens erste Blogparade #Einzelstuecke mitmachen. Ab 10 Teilnehmern wird sie eine kleine Auswertung der Beiträge vornehmen – und das würde mich so sehr interessieren – also los: mitmachen!

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6 Kommentare zu „Zwei Schwestern im Vergleich {Blogparade} #Einzelstuecke

  1. Oh, sehr schöne Einschätzung, bin gerade erst darauf gestoßen! Es ist fast, als würdest Du über meine beiden Kinder sprechen. Nur dass mein erstes Kind ein Junge ist. Ansonsten trifft fast alles in der Charakterverteilung genauso auf meine beiden zu. Brauche jetzt keinen Beitrag mehr zu schreiben, sondern verweise einfach auf Deinen 🙂
    Liebe Grüße!

    Gefällt 1 Person

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