Blogparade

Gedanken zum zweiten/weiteren Kind {Blogparade}

Die liebe Kathi vom Blog „Geliebtes Kind Motzibacke“ hat zur Blogparade aufgerufen. Sie denkt über ein zweites Kind nach und möchte hierzu gerne ganz viele Gedanken sammeln, wie es anderen Mamas damit geht.

Gedanken zum zweiten/weiteren Kind

Nun, wir haben ja schon unser zweites Kind, und so wie Schnuppi war auch Knupsi ein absolutes Wunschkind. Wir hatten aber nie diesen einen Plan, dass wir mal genau zwei Kinder wollen. Wir wussten, wir wollen auf jeden Fall überhaupt erst einmal ein Kind, wir wollten auf keinen Fall kinderlos bleiben. Auch wenn wir unsere kinderlosen Freiheiten liebten und nutzten, waren wir mehr als gewillt, diese gegen Nachwuchs einzutauschen. Doch um den generellen Kinderwunsch geht es hier ja gar nicht, sondern, sagen wir mal, um den fortgeschrittenen 😉

Nun hatten wir also unser erstes Kind und wollten zunächst schauen, wie es damit so klappt. Natürlich wollten wir nicht unbedingt ein Einzelkind, doch mit allen Mitteln ein zweites Kind, wenn das erste vielleicht schon mehr als genug Herausforderung wäre? Wir konnten das vorher einfach nicht wissen.

„Ich möchte gerne noch ein Kind – Du auch?“

Bei mir kam der Wunsch nach einem zweiten Kind allerdings recht schnell. In der Lage zu sein, einen Menschen zu zeugen, in seinem Bauch heranwachsen zu lassen und gebären zu können – es ist ein erlebtes Wunder und es macht high! Und unsere Schnuppi – so perfekt: so wundervoll, wunderschön, wunderbar! Wenn man so etwas erschaffen kann, dann wäre es doch unverantwortlich, es bei einem einzigen Kind zu belassen, oder nicht? So ungefähr stieg ich bei meinem Mann in das Thema „Ich will ein zweites Kind – und zwar unbedingt!“ ein.

Nun muss man wissen, dass bei meinem Mann alles seine Ordnung haben muss und ein zweites Kind konnte er unseren derzeitigen Wohnverhältnissen eben nicht zuordnen. Vielleicht war es für ihn aber auch einfach nur ein gutes Argument, unser Heim noch einmal zu wechseln und seine Wohnträume ein Stück mehr verwirklichen zu können. Ich war zwar durchaus mehr als zufrieden mit unserem bisherigen Zuhause und hätte drölfzighundert Ideen gehabt, wie wir es uns auch dort zu viert passend hätten machen können, dennoch rannte er bei mir offene Türen ein, denn so konnte auch ich mir noch zwei, drei Wünsche erfüllen. So rechneten und planten wir, jeder steuerte seine ihm wichtigsten Wohnwünsche bei. Am längsten dauerte die Suche nach einem nicht nur passenden, sondern auch bezahlbaren und vor allem freien Grundstück. Wir erweiterten unseren Suchradius nach und nach und landeten letztlich dort, wo wir es uns noch als Dinkies nie hätten vorstellen können – doch plötzlich, als Eltern mit ganz neuen Prioritäten, Wünschen und Vorstellungen, es als die beste Lösung der Welt sahen.

Nach Hochzeit 2008, Kind 2010, Hausbau 2012, wollte mein Mann auch dieses Mal gerne wieder ein Jahr Ruhe zum Durchatmen, doch erstens kommt es anders und zweitens als MANN denkt 😀 Ich war bereit und er ließ es drauf ankommen, davon ausgehend, dass es auch diesmal wieder ein langer und schwieriger Weg werden würde. Doch dass dem nicht so war, konntet Ihr gerade neulich erst bei mir lesen, als ich an Phinabelles Blogparade „Meine Wahrheit über das Kinderkriegen“ teilgenommen und darüber berichtet habe. Knupsi stürmte in unser Leben und stellte es wahrlich auf den Kopf.

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Nun ist das erste Kind wohl die größte Umstellung, die es im Leben gibt. Doch auch ein zweites ändert noch einmal sehr vieles. Sich nicht mehr 100%ig auf ein einziges von Dir so abhängiges Lebewesen konzentrieren zu können, lässt Dir keine andere Möglichkeit, als die Dinge noch einmal neu zu erfinden, Dir neue Lösungswege zu suchen und vieles einfach „zu machen“. Das war eine Erfahrung, die ich schon bei Schnuppi begann zu erleben: Nicht rätseln, nicht planen – einfach machen! Letztendlich findet sich immer eine Lösung, weil es einfach eine geben muss. Irgendwie wird das alles schon klappen. So ließ ich noch mehr als vorher die Dinge einfach auf mich zu kommen. Ich zog mit den beiden los, ich tat dies und jenes – und das einzige, was ich dabei berücksichtigte war, dass ich mir Zeit nahm. Alles dauerte einfach seine Zeit. Also einfach starten, einfach machen und sehen, wie es weitergeht und wieviel man schafft. Keine langen To-Do-Listen, keinen Zeitstress – der Weg war das Ziel!

Noch ein drittes Kind?

Ich bin gerne Mama. Ich liebe meine Kinder unendlich. Und wenn es nach mir ginge… Ja, dann wäre da auch ein drittes Kind gut vorstellbar. Für meinen Mann allerdings nicht. Für ihn hieße das, bei der Wohnsituation Kompromisse und „Notlösungen“ einzugehen, wofür er die Notwendigkeit nicht sieht. Schließlich ist doch alles wunderbar – und da hat er absolut Recht! Schnuppi und Knupsi sind sein ein und alles, er ist immer für sie da und tut alles für sie. Und damit hat er (s)ein ausgefülltes Leben, was ihn glücklich macht. Auch ich bin unendlich glücklich und nicht nur das: ich bin zutiefst dankbar, dass wir zwei gesunde und wundervolle Töchter haben! Das ist nicht selbstverständlich und das sollte man auch niemals vergessen!

Ein drittes Kind wäre tatsächlich noch einmal eine große Umstellung. Die teuerste wäre wohl die Anschaffung eines dann nötigen größeren Autos und auch im Haus müsste gegebenenfalls ein wenig umgebaut werden, was sicherlich auch ein Kostenfaktor wäre. Dem folgt, dass das Meiste (korrigiert mich gerne) nach wie vor für Familien mit zwei Kindern angeboten wird. Und abgesehen von den äußeren Faktoren: Ich habe nur zwei Arme, zwei Seiten (im Bett)… Ich weiß, dass das ganz viele Mamas wundervoll machen mit ihren drei oder noch mehr Kindern, nur für mich stellt sich das in meinem Kopf als Schwierigkeit dar. So denke ich für mich, dass auch der Wechsel von zwei auf drei Kinder noch einmal eine deutliche Veränderung wäre.

Und wenn ich ganz ehrlich bin? Wäre ich nach dem dritten Kind wirklich „Kinder-satt“? Oft denke ich, dass mein Kinderwunsch niemals enden wird, so lange ich in der Lage bin, Kinder zu bekommen. Da ich erst mit über 30 Mutter wurde, ist meine Zeit von daher zwar sowieso begrenzt und selbst wenn die Wechseljahre erst sonst wann einsetzen werden, würde ich es irgendwann auch einfach – für mich – nicht mehr wollen, vom Alter her.

Endgültig Schicht im Schacht?

Das kommt für mich nicht in Frage. Mir diese Möglichkeit selber schon vorher nehmen, nein, das ist undenkbar für mich. Ich würde es weder bei meinem Mann noch bei mir wollen. Vom Kopf her bin ich ganz bei meinem Mann, dass wir mit der Familienplanung fertig sind – aber das Herz spricht eine andere Sprache und ich würde mich nie meiner Möglichkeit berauben wollen.

So für den Fall der Fälle… 😉

Eure schnuppismama




Du möchtest auch noch an der Blogparade teilnehmen? Bis zum 01.09. ist noch Zeit!

Kathis Fragen, als grobe Richtung, sind:

Konntet ihr Eure Familie ohne Probleme erweitern?
Was ist Eure Geschichte zum zweiten Kind?
Wie ist Euer Leben mit zwei Kindern?
Liebt ihr beide Kinder gleich stark und auf dieselbe Art und Weise?
Was ist Euch bei Eurem zweiten Kind bewusstgeworden?
Was ist, mit zweiten Kind wunderschön und welche Sorgen und Probleme entstanden dadurch?
Oder gibt es etwas, was ihr Eurem zweiten Kind wahnsinnig gerne sagen wollt? Ein Brief an Euer zweites Kind?
Habt ihr Euer erstes Kind noch gestillt, als ihr wieder Schwanger wurdet und wie hat das alles geklappt?

Ich möchte das Thema, der Blogparade nicht zu stark begrenzen, deshalb der Titel „Gedanken zum zweiten Kind“. Lasst Eure Gedanken frei fliegen, ich freue mich schon sehr auf Eure Geschichten, Gedanken und Erfahrungen! Positives, negatives, lustiges und trauriges, ist alles gleichermaßen erwünscht.

 


 

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8 Kommentare zu „Gedanken zum zweiten/weiteren Kind {Blogparade}

  1. Zum Thema „Drittes Kind“ ist es bei uns genau identisch. Wir hätten zwar Platz, müssten aber ein wenig umbauen. Das Auto wäre machbar, aber eben enger… Der Kopf überlegt – und das Herz sagt Ja… Wobei mein Mann auch bei Nein ist. Aber wer weiß was noch kommt…
    Liebe Grüße…

    Gefällt 2 Personen

  2. Liebe Schnuppismama,
    viele Dank, dass du mit deinen Gedanken zum zweiten, und vielleicht irgendwann auch drittem Kind an meiner Blogparade teilgenommen hast. 😘
    Deine Einwände und Bedenken, kann ich absolut verstehen. Ich finde es großartig, wie gut du, mit deinem Mann, bei dieser Frage einen Konsens finden konntest. Aber wer weiß, was die Zukunft noch bringt. Ich wünsche Euch nur Gutes und das Eure Wünsche und Träume in Erfüllung gehen. Genießt Euer Leben mit Schnuppi und Knupsi! Ich lese zu gerne davon! Ich drück dich! ❤

    Liebe Grüße
    Kathi

    Gefällt 1 Person

    1. Vielen Dank für Deine so lieben Worte! Ich fand Dein Thema für die Blogparade super und es tat echt gut, die Gedanken dazu mal sortiert zu bekommen! Schreiben hilft halt immer! …und wenn einer der Lieblingsblogs zur Parade aufruft, zögert man eh nicht lange 😉
      Dicke Drücker zurück!

      Gefällt 1 Person

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