aus dem Mama-Leben

Freizeit in der Mutter-Kind-Kur im ReGenesa Haus am Deich {Fazit unserer persönlichen Erfahrungen}

Eine Mutter-Kind-Kur besteht nicht nur aus Anwendungen. Natürlich sind die sportlichen Aktivitäten, die wissenswerten Vorträge und die emotional aufwühlenden Gespräche ein wichtiger Teil der Kur, aber auch die Erholung soll gerade bei leicht in Aktivismus und Stress verfallenden Müttern einen wichtigen Bestandteil der Kur ausmachen.

Freizeit in der Mutter-Kind-Kur

So gibt es – ich erzählte Euch in meinen bisherigen Beiträgen schon das ein oder andere Mal davon – gewollte Pausen zwischen den verpflichtenden Anwendungen, die man sich nicht noch alle mit dem weiteren, offenen Angebot vollstopfen soll. Es sind Pausen, die die Mütter nur für sich haben – und es gibt nichts zu tun. Wirklich nicht! Kein Haushalt, der nach einem ruft. Höchstens eine Maschine Wäsche könnte man mal anstellen, aber auch das hält sich dort in Grenzen. So kam es vor, dass ich einfach mal ein Nickerchen eingelegt habe – mitten am Vormittag! Ja, ist es denn zu fassen? Ohne schlechtes Gewissen aufs Bett hauen, träumen, dösen… Das tat echt gut.

Mama-Freizeit während der Kinderbetreuungszeiten

Sich Zeit nur für sich zu nehmen, klappte in den automatisch entstandenen Lücken ganz gut. Es gab da aber auch noch die Nachmittage, derer drei pro Woche, wo ebenfalls eine Kinderbetreuung angeboten wurde, eine Regelzeit, die man buchen konnte (= die Kinder in die Liste eintragen), ohne dass man eine Anwendung hatte und somit zwangsläufig die Betreuung brauchte. Nun hatte ich aber in der Zeit immer nur einmal die Woche nachmittags Programm. Sollte ich meine Kinder nun trotzdem „abschieben“? Ich weiß, viele Kids haben laut „HURRAAAAAA“ gerufen, wenn es nach der Mittagspause endlich zurück in die Betreuung ging, aber nicht so meine beiden.

An den Tagen, wo ich tatsächlich eine Anwendung, in diesen Fällen mein mir unendlich wichtiges Sportprogramm hatte, gab es bereits Versuche, mich davon zu überzeugen, dass wir doch lieber Zeit zu dritt verbringen sollten und ich den Sport doch eh nicht nötig hätte.

Ihr versteht, dass es für mich eine große Hemmschwelle war, mich zu trauen, meine Kinder in die Betreuung abzugeben, um einen Nachmittag (und wir sprechen hier von maximal zwei Stunden) für mich zu haben und zu genießen. So holte ich mir erst bei anderen Mamas die Bestätigung ein, dass das wirklich vollkommen in Ordnung sei und ich diese Möglichkeit, ja diese Chance für mich auch wirklich wahrnehmen muss.

„Mama, warum müssen wir denn schon wieder in die Betreuung?“

Dass Schnuppi und Knupsi nicht erfreut waren, habt Ihr Euch jetzt schon gedacht, oder? Als wir am Vorabend – wie jeden Abend – den nächsten Tag besprachen, damit die beiden, insbesondere aber die Große wusste, wie der Tag ablaufen wird, und als ich dann erklärte, dass es morgens und nachmittags in die Betreuung ginge, kam die Beschwerde in Form einer Frage wie aus der Pistole geschossen: „Mama, warum müssen wir denn schon wieder in die Betreuung?“ Ich antwortete darauf, wie es mein Credo für diese Kur war: „Ich bin hier zur Kur und Ihr dürft mich begleiten. Und dazu gehört, dass Ihr zu bestimmten Zeiten in der Betreuung seid, damit ich meine Kur auch nutzen kann.“ Ich wollte, dass sie verstehen, dass ich sie unbedingt mitnehmen und dabei haben wollte, das aber eben nur ging, indem sie auch mitmachten und die entsprechenden Zeiten in der Betreuung verbrachten. Vielleicht sollte ich an dieser Stelle auch noch anmerken, wie sehr sie es in der Betreuung genossen. Das dortige Programm für die Kids, wie an mancher Stelle von mir bereits erwähnt, war wirklich klasse (und jeweils altersgerecht für die verschiedenen Gruppen). Die für sie neuen Lieder sogen sie nur so in sich auf und gaben sie stundenlang zum Besten. Bastelwerke schmückten unsere beiden Fensterbänke im Zimmer und wurden an den Wochenenden vom Papa schon immer vorsichtig nach Hause transportiert, um neuen Platz zu schaffen. Ja, ich holte jedes Mal fröhliche und vergnügte Kinder ab und es war nichts Neues für mich. Auch zuhause fällt die Trennung beim Abgeben öfter mal schwer, und beim Abholen wiederum will man dann noch gar nicht heim…

Mutter-Kind-Nachmittage

Die gemeinsame Freizeit, die uns selbst eventuell relativ gering vorkam, da wir sonst weniger Betreuungsumfang haben, haben wir intensiv genutzt und genossen. Unter der Woche waren das (mindestens) zwei freie Nachmittage, wovon einmal die Woche Mutter-Kind-Interaktionen angeboten wurden, die hauptsächlich aus Bastelangeboten bestanden. Wenn das kein eindeutiger Beweis dafür war, wie unendlich ich meine Kinder liebe, weiß ich auch nicht, denn Basteln ist so gar nicht meins. Unwissend entschied ich mich dann den einen Nachmittag fürs Filzen und bin dabei wahrlich verzweifelt… Hätte ich mich bloß fürs Seife machen entschieden! #protipp

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Aber glücklicherweise gibt es ja auch viele Mamas, die da ihre Freude dran haben. Und da die Kur ansonsten ja für mich (als Mama) war, habe ich diese Nachmittage gerne auf mich genommen, denn meine Kinder hatten unendlich viel Spaß dabei – und darum ging es ja!

Für die größeren Kinder (so ab ca. 8 Jahre) gab es auch noch einige Sportangebote, die wirklich interessant klangen. Das machen wir dann beim nächsten Mal *lach*

Die Wochenenden – Freizeit pur mit Angebot

An den Wochenenden gab es keine Verordnungen, da war Freizeit pur angesagt. Hier wurde man aber nicht gänzlich sich selbst überlassen. Neben Mutter-Kind-Sport, gab es auch immer Ausflugsangebote verschiedener Art: Wattwanderung und Ausflug nach Norderney nenne ich hier einfach mal als zwei Beispiele. Auch gab es Filmnachmittag mit und Filmabende ohne Kinder und in dem Bastelraum konnte man sich immer austoben, wenn dort gerade keine Verordnung war.

Norderney

– am Strand auf Norderney –

Wir selbst haben wenig von dem Angebot wahrgenommen, da uns der schnuppispapa jedes Wochenende, wenn auch nicht komplett, so immer mindestens einen Tag lang besucht hat. So haben wir den Ausflug nach Norderney also ganz privat unternommen, waren zudem in der Seehundauffangstation und im Wellenbad. Man merkt, dass Norden-Norddeich ein Urlaubsort ist, denn das Freizeitangebot kann sich wirklich sehen lassen. Und dann ist da ja auch noch der Strand! Die drei Wochenenden Freizeit zu schaffen, ist also wirklich ein Kinderspiel – im wahrsten Sinne des Wortes 😉

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– in der Seehundauffangstation –

Kulinarisches in Norden-Norddeich

Da Besuch nicht mit im Kurhaus essen darf, sind wir die Tage, wo der schnuppispapa zu Besuch war, immer essen gegangen. Ich sehe hier schon welche, die die Hände ob der Kosten über dem Kopf zusammenschlagen, aber das muss gar nicht sein. Entlang der Norddeicher Straße gibt es eine Vielzahl an leckeren Fischrestaurants, die für kleines Geld in einer ungezwungenen Umgebung den leckeren Nordseefisch anbieten. Wir haben uns mit der Zeit wahrlich durch diese Straße gegesssen – wie gut, dass wir alle vier Fisch so sehr lieben! Gingen wir unter der Woche mal diese Straße entlang, die die Kinder schon allein wegen all der kleinen Klimbimm-Souvenir-Geschäfte so liebten, konnte man die zwei alle paar Schritte sagen hören: „Mama, gehen wir da am Wochenende wieder hin? Das war so lecker!“

Also keine Sorgen wegen der Wochenenden – einfach losziehen, Spaß haben und genießen!


Noch Fragen?

Wie immer gilt: alles von mir über unsere Kur im ReGenesa Haus am Deich in Norden-Norddeich Geschriebene, vollgepackt mit Erfahrungen, Informationen und Tipps, findet Ihr hier unter meinem Mutter-Kind-Kur-Tag.

Habe ich noch ein Themenfeld ausgelassen, worüber Ihr unbedingt mehr wissen wollt? Habe ich eine für Euch wichtige Sache nicht ausreichend oder gleich gar nicht beantwortet?

Schickt mir Eure Fragen an schnuppismama@gmx.de oder schreibt sie mir direkt hier per Kommentar. Entweder bekommt Ihr eine individuelle, persönliche Antwort oder aber es entsteht noch mal ein eigener Blogpost dazu (worüber ich Euch dann natürlich auch informiere).

Eure KURierte schnuppismama


Diesen Beitrag habe ich heute der Blogparade der Landfamilie zum Thema Kur hinzugefügt.

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