Blogparade · Kinderbücher

Die 5 liebsten Kinderbücher der schnuppismama {Blogparade}

Schon oft habe ich Euch entweder einzelne Kinderbücher vorgestellt, ganze Kinderbuchreihen oder auch einen ganzen „Haufen“, beispielsweise als ich meine Kinderbücher wiederbekam oder zuletzt mein Blogpost über all unsere Weihnachtsbücher, über die wir im Avent herfallen. Als ich dann die Blogparade von Aufbruch zum Umdenken entdeckte, in der man die 5 liebsten Kinderbücher auflisten solle, wusste ich zwei Dinge sofort:

  1. Da will ich unbedingt mitmachen, eine Herzenssache!
  2. Wie in aller Welt soll ich mich da auf fünf beschränken?

Und so ist es vielleicht verständlich, dass es einige Zeit dauerte, bis ich wusste, wie ich meinen Beitrag für diese Blogparade gestalten will. Denn hey, nur und die fünf besten? Also habe ich mich durch unsere Bücherregale gewühlt und plötzlich hatte ich für mich das Thema. Dabei hab ich meinen Fokus ein wenig auf „die anderen Bücher“ gelegt. Die, die jetzt vielleicht etwas „altmodisch“ sind, so vom Erscheinungstermin her, und vielleicht auch nicht Mainstream. Die, von den wahren Geschichten mit ihren hellen und auch ihren dunklen Seiten und auch die über das Sterben und den Tod. Und ich denke, dass genau diese Auswahl eine Bereicherung für diese Blogparade ist.

Die 5 liebsten Kinderbücher der schnuppismama
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  1. Helen lernt leben
    Die Autorin Regine Schindler schildert die wahre Geschichte der taub-blinden Helen Keller, die 1880 in Amerika geboren wurde und mit 18 Monaten, nach einer schweren Krankheit, sowohl taub als auch blind wurde. Ich erinnere mich, als wäre es gestern, wie ich selbst als Kind zum ersten Mal dieser Geschichte lauschte und mir weder vorstellen konnte, wie das ist, wenn alles still und dunkel um einen herum ist – was jagte mir allein die Vorstellung für Angst ein – noch mir erklären konnte, wie es diese wundervolle Lehrerin Margaret-Ann schaffte, Helen aus dieser Isolation zu befreien und ihr beibringen zu können, sich auszudrücken, ja zu „reden“ und zu „hören“ – eben zu leben.
    Es ist ein Kinderbuch, welches man nicht vergisst. Die Geschichte ist kindgerecht geschrieben und illustriert. Auch bekommt man einen Einblick in die Gebärdensprache und Brailleschrift, mit der sich taube und blinde Menschen verständigen können.
    Das Buch ist im Kaufmann Verlag erschienen und wird für Kinder von fünf bis sieben Jahren empfohlen; gleichzeitig gehört es zur Reihe „Religion für kleine Leute“, die sich an vier- bis achtjährige Kinder richtet. Für mich sind Altersangaben bei Kinderbüchern immer nur ein Richtwert. Zu unterschiedlich sind die lieben Kleinen in ihrer Entwicklung, ihrem Verständnis und ihren Interessen. So habe ich sie meiner Großen schon früh vorgelesen und immer mal wieder holt sie das Buch heraus, lässt es sich vorlesen oder beschäftigt sich einfach mal alleine damit, um uns hinterher zu zeigen, was sie von der Gebärdensprache nun kann. Eine Empfehlung von Herzen!
  2. Ein Herz und viele Kronen: Das Leben der Kaiserin Maria Theresia
    Ebenso meine zweite Kinderbuchempfehlung könnte man als Biografie für Kinder bezeichnen, denn auch hier geht es um eine wahre Geschichte und eine echte Person. An der Wiener Hofburg hieß es „Sie ist ja nur ein Mädchen“ als Prinzessin Therese geboren wurde. Doch dieses Mädchen sollte es allen zeigen und regierte bereits mit 23 Jahren und gleich eine Vielzahl von Ländern. Sie führte Kriege, setzte Reformen durch und blieb dabei trotzdem eine warmherzige Frau, die auch noch Mutter von 16 Kindern und eine innig liebende Ehefrau vom römisch-deutschen Kaiser Franz von Lothringen war. Das größte Kompliment (im Kontext der damaligen Zeit gesehen) hat ihr wohl ihr größter Gegner, Friedrich von Preußen, gemacht: „Endlich haben die Habsburger einmal einen richtigen Mann an der Regierung, und dann ist dieser eine Frau.“
    All dies erzählt die bekannte Historikerin Brigitte Hamann in ihrem ersten Kinderbuch als hätte sie schon immer Geschichte für Kinder geschrieben: interessant, gut verständlich und wissensvermittelnd. …und es weckt die Sehnsucht, sofort wieder nach Wien aufzubrechen und unseren Kindern die Spuren der Geschichte zeigen zu können… So wurde sie schon in meinen ganz jungen Jahren meine Lieblingsautorin, von der ich mittlerweile dutzende Werke über die Habsburger in den Regalen stehen habe – mehrfach verschlungen!
    Erschienen ist dieses Buch übrigens im Wirtschaftsverlag Ueberreuter. Illustriert wurde es von Rolf Rettich.
    .
  3. Malwine in der Badewanne
    Na, gibt es das Ungeheuer von Loch Ness? Auch wenn Malwine im Laufe des Buches diesen Eindruck erweckt – sie ist alles andere als ein Ungeheuer. Am Anfang ist sie lediglich ein neues kleines Geschenk für Ulli von seinem Onkel Mac Allister aus Schottland: eine Kaulquappe für seine Naturkunde-Sammlung. Sie heißt Malwine, frisst gerne Käsebrötchen und wächst und wächst und wächst… Ständig muss Ulli einen neuen Ort für sie suchen; anfänglich das Spülbecken, dann die Badewanne und schließlich soll Malwine in den Zoo. Doch eingesperrt hinter Gittern? Nein, da muss es doch eine andere Lösung geben – und die wird auch gefunden. Es ist eine märchenhafte Geschichte über Freundschaft, über das Suchen und Finden von Lösungen und die Bilder… Noch heute ziehen sie mich geradezu magisch an und ich möchte einfach nur in der Geschichte versinken. Empfohlen wird das von Steven Kellogg geschriebene und im Oetinger Verlag erschienene Buch für Kinder von 4 bis 5 Jahren. Das sehe ich allerdings gänzlich anders. Zum einen fanden es meine beiden Bücher-liebenden Mädels schon ab 2 Jahren interessant und zum anderen lässt es mich bis heute nicht los. Ein Buch für alle Altersklassen – ein Traum, es oft vorlesen zu dürfen.
    Ich liebe es! Für mich ist es tatsächlich DAS Kinderbuch!
  4. Anna und Anna – einst und jetzt
    Auch dieses ist eins der Bücher, die ihre Faszination nie verlieren. Die siebenjährige Anna findet ein Album ihrer Urgroßmutter als diese noch ein Kind war – und das ist mal locker 100 Jahre her. Sie vergleicht die Bilder von früher mit der heutigen Zeit und so wird Kindern auf wundervolle Weise gezeigt, wie die Dinge früher aussahen im Unterschied zu heute – wobei sich „heute“ in diesem Fall auf die Achtzigerjahre bezieht, in denen das Buch erschienen ist. Aber selbst das zeigt sich eher nur im Aussehen der Autos, der Wohnungseinrichtung, dem Telefon mit Wählscheibe 😀 – und letztendlich natürlich im Fehlen modernerer Technik wie Handy, Computer und Co. Ja, meine Kindheit ist wohl wirklich schon einige Zeit her *hüstel*
    Erschienen ist das Buch von Josette Blanco und Claude d’Ham 1982 im Finken-Verlag.
  5. Abschied von Rune
    Zum Abschluss stelle ich Euch ein Buch vor, welches in mir bis heute ein bedrückendes Gefühl auslöst. Denn der Abschied, von dem das Buch titelt, ist ein endgültiger Abschied. Rune ertrinkt und lässt seine beste Freundin Sara zurück, die sich von diesem Gefühl, dass sich Trauer nennt, überwältigt fühlt und die Welt nicht mehr versteht. Die Autorin Marit Kaldhol versucht, dieses einschneidende und schmerzhafte Erlebnis deutlich und dennoch behutsam kindgerecht darzustellen. Besonders passend finde ich die Illustrationen, die etwas verschwommenen Bilder, die das alles zum einen etwas abmildern und zum anderen die Unwirklichkeit widerspiegeln, mit der Kinder dem Thema Tod gegenüberstehen. Erschienen ist das Buch bereits 1987 im Heinrich Ellermann Verlag. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits 10 Jahre und ich kann mir auch derzeit noch nicht vorstellen, es selbst meiner Großen, die nun 6 Jahre alt ist, vorzulesen, auch wenn das empfohlene Alter bei 5 – 6 Jahren liegt. Das mag mein ganz subjektives Empfinden sein, sicherlich weil Schnuppi sehr sensibel ist und sie das Buch mindestens genauso treffen würde wie mich seinerzeit – und auch weil mich dieses Buch seinerzeit wie gesagt selbst so tief getroffen hat, dass mich diese Gefühle noch heute einholen.
    Das Thema Tod lasse ich aber nicht aus, da die Kinder damit auch schon in Berührung gekommen sind. Hier haben wir auf das Buch „Leb wohl, lieber Dachs“ von Susan Varley, erschienen im Annette Betz Verlag (ein Imprint von Ueberreuter Verlag), welches für Kinder von vier bis sechs Jahren empfohlen wird. Doch geht es in diesem Buch um den natürlichen Tod durch hohes Alter und nicht,wie bei Rune, um das gewaltsam aus dem Leben gerissen werden. Was beide Bücher gemein haben? Die Erkenntnis, dass der Tod eines geliebten Menschen extrem schmerzhaft und traurig ist – aber auch, dass die Erinnerungen einem für immer bleiben – im Herzen ❤

Mit Schrecken musste ich feststellen, dass es die Bücher teils nur noch gebraucht zu kaufen gibt und das finde ich sehr schade. Ich möchte diese Bücher nicht missen – auch nicht für meine Kinder. Und so sind sie mein Herzensbeitrag zu dieser tollen Blogparade – auch wenn sie vielleicht etwas anders sind.

Und nun stürze ich mich selbst in all die Beiträge. Bisher habe ich nur einen gelesen, weil ich möglichst frei im Kopf an meine eigene Liste gehen wollt. Doch jetzt wird die Bücher-Ideenliste für die Mäuse gefüllt!

Auf los gehts los!

Eure Kinderbuchverliebte schnuppismama

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2 Kommentare zu „Die 5 liebsten Kinderbücher der schnuppismama {Blogparade}

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