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Frieda. Ein Demenz-Krimi – von Meike K.-Fehrmann {Rezension & Verlosung}

Als die Autorin Meike K.-Fehrmann vor einiger Zeit Blogger suchte, die ihre Bücher rezensieren, meldete ich mich sofort. Länger folge ich schon ihrem Blog, wobei ich gar nicht mehr weiß, wie es dazu kam, aber manchmal kommen einem solche Schätze ja quasi zugeflogen. Dass ich dann auch tatsächlich das Glück hatte, ein Rezensionsexemplar zu bekommen, freute mich riesig. Ich liebe Krimis und das Buch, welches mir Meike zuschickte, klang nach etwas Neuem in diesem von mir so geliebten Genre:

Frieda. Ein Demenz-Krimi

Es fängt mit einem romantisch-philosophischem Blick auf diese böse Krankheit an, die den einen weniger, den anderen im Alter dafür umso mehr heimsucht. Die Hauptperson, Frieda, stellt sich kurz vor:

Ich heiße Frieda. Frieda Stern. Wenn du mich ansiehst, denkst du, ich sei eine alte Frau, eine Greisin. Aber das bin ich nicht. Ich bin jung und ich werde immer jünger. Heute bin vierzehn Jahre alt. Schon bald bin ich vielleicht nur noch sieben. […] Sie sagen, ich habe eine Erkrankung, die Demenz heißt. […] Du kannst mir nicht mehr folgen in meine Gedankenwelt. […] Du denkst, die Zeit läuft vorwärts. […] Aber ich sage dir, die Zeit läuft gar nicht. In keine Richtung. Es gibt nur unendlich viele Momente, die wir vorwärts oder rückwärts aneinanderreihen.

Ich fühle mich sofort in dem Buch willkommen. Auch wenn es, objektiv betrachtet, so unendlich traurig ist, wie Frieda sich beschreibt, hat es gleichzeitig soviel von Wärme, von Zuversicht und von Liebe zum Leben. Der Beginn passt zu dem Titel des Buches, zum Cover, auf dem mich eine coole alte Dame ein wenig herausfordernd anschaut.

Doch dann geht es so dermaßen in die Vollen, dass ich verwundert nachsehe, ob ich mich noch im selben Buch befinde. Der Titel kommt so harmlos daher. Ich hatte einen amüsanten, flotten Krimi erwartet, mit Humor und dennoch der nötigen Ernsthaftigkeit gegenüber dieser Krankheit.

Es gibt direkt zwei Todesfälle, wovon einer ein bestialischer Mord ist. Wieso es zu einer so krassen Art und Weise der Tötung kommt, wird dem Leser aber bald klar und ein Blick auf die Rückseite des Buches gibt einem einen genaueren Einblick in das Thema, denn in den Momenten, in denen bei Frieda die Demenz voll durchschlägt, da befindet sie sich wieder auf der Flucht während des zweiten Weltkrieges. Sie hat unvorstellbaren Horror erlebt, ist traumatisiert und kann ihrer Krankheit geschuldet nicht immer zwischen der damaligen und heutigen Zeit unterscheiden.

In dem Buch trifft ein Oberbayer auf den Taunus, der Polenfeldzug Anfang des zweiten Weltkrieges auf die vielen nötigen polnischen Pflegekräfte für die deutschen Pflegebedürftigen und Harmlosigkeit auf Horror.

Ich kann jeden nur einladen, die Reise durch dieses Buch zu wagen. Geht ein Stück des Weges mit der dementen Frieda Stern und ihrem Sohn Dr. Eberhardt Stern, mit Alfred und Sascha Wimmer und vielen Pflegekräften, die bis zur totalen Erschöpfung alles geben und doch nie alles schaffen können.

Mich hat vieles gerade als Mutter schwer getroffen und ich musste mir die Gedanken „wenn ich mit meinen Töchtern an der Stelle von XY gewesen wäre“ nach kurzer Zeit immer wieder verbieten, weil ich es nicht aushielt – doch damals, da im zweiten Weltkrieg, da gab es diese Wahl nicht. Da war das real, das Leben!

Und gerade angesichts zunehmender Fremdenfeindlichkeit, ist auch hier das Buch ein wertvoller Gedankenanstoß.

„Kartoffelkäfer! Kartoffelkäfer!“, tönte es Frieda entgegen. Sie wurden nicht freundlich, als in Not geratene Mitmenschen, aufgenommen, sondern nur als unzählige hungrige Krabbeltiere wahrgenommen, die über die […] Ernte herfielen.


Mein Fazit

 

Fünf von fünf Sternen: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Was ein Krimi. Welch unerwartet brisanter Inhalt bei dem harmlos daherkommenden Titel!

Grandios!

Ja, das einzige, was ich kritisieren könnte, wäre der Titel. Klar, der stimmt, aber das Buch bietet so viel mehr. Bei dem Namen des Buches nebst Bild werde ich eher an so seichte Krimi-Kost erinnert und das wird diesem wahnsinnig tollen Buch nicht gerecht! Daher kann ich jedem von Euch da draußen, der auch nur ein bisschen was für Krimis übrig hat, dieses Buch einfach nur ans Herz legen.

Und ich? Ich hab mir jetzt den zweiten Teil auf den Kindle geladen:


Meinerseits daher (die Verlosung ist ja nun bereits abgelaufen) eine absolute Kaufempfehlung!

Und wenn Du >>>HIER<<< klickst, dann kannst Du das Buch bei Amazon kaufen. Dich kostet das keinen Cent mehr, aber ich erhalte eine kleine Provision, womit Du meinen Blog – ohne Mehrkosten für Dich – ein wenig unterstützen kannst. DANKE!


Verlosung des Rezensionsexemplares

Und weil ich dieses Rezensionsexemplar von der Autorin gratis zur Verfügung gestellt bekommen habe, möchte ich dies nun gerne an einen von Euch weitergeben. Ich bin auch extra pfleglich mit dem Buch umgegangen und hab mir hierfür auch die Erlaubnis der Autorin eingeholt 😉

Wie Ihr an der Verlosung teilnehmen könnt?

Kommentiert direkt hier auf dem Blog (das geht auch als Gast, man muss kein WP-Account haben)
oder aber auf Facebook direkt unter dem Eintrag, der diesen Blogpost verlinkt,
dass Ihr das Buch gerne hättet!

Wer den Beitrag auf Facebook teilt, erhält ein Extralos.
(Bitte unbedingt öffentlich teilen und im Kommentar erwähnen, damit ich es auch sehen kann.)

Natürlich freue ich mich über ein gefällt mir für meine Facebook-Seite schnuppismama und besucht auch gerne die FB-Seite der Autorin Meike K.-Fehrmann. Aber all diese Punkte sind ausdrücklich keine Teilnahme-Bedingungen – Euer Kommentar hier oder auf Facebook reicht, um in den Lostopf zu kommen.

Viel Glück – ich drücke Euch die Daumen!


Das müsst Ihr noch beachten: Die Teilnahme ist kostenlos und nur einmal pro Person möglich. Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren; der Versand erfolgt nur innerhalb Deutschlands. Die für die Versendung des Buches benötigten Kontaktdaten nutze ich ausschließlich für diese Verlosung; eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht. Die Verlosung endet am 7. Dezember 2017 um 23:59 Uhr. Im Anschluss daran werde ich den Gewinner auslosen und sowohl hier als auch bei Facebook bekannt geben. Eine Barauszahlung oder der Tausch des Gewinnes ist ausgeschlossen. Das Gewinnspiel steht in keinerlei Zusammenhang mit Facebook, Twitter, Instagram oder anderen sozialen Medien. Ich behalte mir das Recht vor, die Verlosung ganz oder zeitweise auszusetzen. Mit der Teilnahme an dem Gewinnspiel bzw. der Verlosung akzeptiert der Benutzer diese Teilnahmebedingungen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


 

Auch wenn es für mich selbstverständlich ist, möchte ich an dieser Stelle noch einmal betonen, dass ich das Rezensionsexemplar zwar kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen habe, dies aber – wie immer – keinerlei Auswirkungen auf meine Bewertung hatte. Zudem verschenke ich es weiter und habe den 2. Teil auf ganz normalem Wege gekauft. Ihr könnt Euch bei jeder Bewertung grundsätzlich auf meine ganz eigene, unbeeinflusste Meinung verlassen!

Eure schnuppismama



Gewonnen hat das Buch: Christine B. – Herzlichen Glückwunsch!



 

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9 Kommentare zu „Frieda. Ein Demenz-Krimi – von Meike K.-Fehrmann {Rezension & Verlosung}

  1. Das Alter ist kein Zuckerschlecken! Ich sitze grade in der Wohnung meiner Mama und versuche, ihren Umzug in ein „Senioren-Langzeithotel“ vorzubereiten. Meine Mutti hat mich an die Leseleidenschaft herangeführt, wir haben viele Bücher geteilt, nun kann sie nicht mehr so gut die kleinen Buchstaben lesen. Auch bei ihr hat unter anderem bereits Demenz eingesetzt, mal mehr, mal weniger ausgeprägt. Als ich den Titel des Buches las, dachte ich sofort: Klingt superspannend, das musst du dir kaufen! Und das werde ich auch, wenn ich es nicht gewinnen sollte. Danke von Herzen für diese Empfehlung!

    Gefällt 2 Personen

  2. Was für eine schöne Verlosung mit einem hammer preis ❤ Hüpfe gerne in den Lostopf und hoffe die Glücksfee findet mich. Ich habe dich bei facebook unter tanja hammerschmidt geliked, so das ich immer auf dem laufenden gehalten werde 🙂 drücke mir mal egoistischerweise am meisten die daumen, hoffe das ist ok… würde mich sehr freuen, wenn mich deine glücksfee ziehen sollte, ansonsten freue ich mich einfach sehr, das du mir die chance gegeben hast…
    lg limettenfreundin@gmx.de

    Gefällt 2 Personen

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