aus dem Mama-Leben

Zwischenfazit {ein halbes Jahr HomeOffice}

Mit dem Jahr 2015 endete auch die erste Hälfte meines HomeOffice-Jahres.
Zeit, ein Zwischenfazit zu ziehen.

Es fing alles wirklich gut an. Ich hatte keine großen Erwartungen an oder gar Hoffnungen in diesen Job. Wie auch bei einer stundenweisen Wochenarbeitszeit zuhause. Ich wollte mir damit einfach ein weiteres Jahr Elternzeit ermöglichen, um Mini-L langsam in das Kindergartenleben einzuführen. Und wer weiß, was sich dann aus diesem Job entwickelt.

Wenn ich so rückblickend die ersten 3 Monate betrachte, hätte ich wohl mit Kusshand und sofort einen Festvertrag unterschrieben. Ich bekam Aufgaben, die nicht der einer „Aushilfskraft“ entsprachen – ganz im Gegenteil. Ich bekam Fortbildungen, Schulungen, wurde in wichtige Firmenentscheidungen mit einbezogen, bekam alles mit, wurde auch nach Extern für bestimmte Bereiche als Ansprechpartnerin benannt. Hatte ich mit Schreibarbeiten gerechnet, arbeitete ich plötzlich – wie immer – als PA (ich  kann nichts für meine englische Berufsbezeichnung, als Multilingual PA ist es aber gar nicht mal so unpassend).

Es kamen erste Fragen aus dem Familienkreis, ob das nicht etwas dreist von meinem Chef wäre, mich für das bisschen Kohle dermaßen (aus) zu nutzen. Nun standen dem aber einerseits die vielen neue Erfahrungen inkl. Schulungen entgegen (die sich wirklich gut machen in meinem CV) als auch andererseits die Tatsache, dass das Arbeiten so natürlich extrem interessant war (was ich nicht erwartet hatte) und somit echt Spaß machte!

Wolkenhimmel 2 (1) - Kopie

Doch nach diesen erste drei Monaten kam eine Art Bruch und so war das zweite Quartal schon fast eine Qual. Hier wurde nun deutlich, was es für ein Problem sein kann, wenn man einen kinderlosen Chef hat, der scheinbar auch nicht die Zeit aufbringen möchte zu verstehen, was einer Mutter (respektive dem Elternteil, der nur Teilzeit arbeitet und nebenher für die Kinderversorgung zuständig ist) möglich ist und was nicht. Auch steht die Bezahlung in keinerlei Verhältnis zu einer 24/7-Bereitschaft. Tagelang nichts zu hören und dann direkt und sofort parat stehen – ohne überhaupt zu fragen, ob es irgendwie machbar ist. Tagelang nichts hören, keine Antworten auf Rückfragen – ratlos dastehen, keine abrechenbaren Stunden haben… Alles hängt an dieser einen Person, dem Chef, der seinen eigenen Rhythmus lebt und seine Marionetten ganz nach seinem Gusto auftreten lässt.

So lerne ich nun Abgrenzung und halte durch.
Wertvolle Erfahrungen verbuche ich damit weiterhin.

Ich werde Euch am Ende dieser Jobreise erneut berichten und bin selbst gespannt, was ich für ein abschließendes Fazit finden werde. Eines weiß ich allerdings schon jetzt:

Es ist unendlich wertvoll, als Mutter, die nur in Teilzeit arbeiten kann oder möchte,
einen festen Arbeitsplatz zu haben!

Und zu diesem kann ich im Sommer, mit Beendung meiner Elternzeit, zurückkehren.
Was habe ich für ein Glück!

Dankbare Grüße
Eure schnuppismama

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2 Kommentare zu „Zwischenfazit {ein halbes Jahr HomeOffice}

  1. Das ist natürlich das gravierende Manko: Die Bezahlung und die Leistung, die man eben mal so erbringen soll. Besonders, wenn man noch nicht mal eine Führungsperson ist. Zumindest nehme ich das so wahr… Wenn du doch eine bist, dann sorry 😀
    Der feste Job ist mit nichts zu vergleichen. Die Gewissheit haben, man kann Miete, sowie Essen und trinken bezahlen, ist gold wert. Um so mehr verstehe ich so manche Leute nicht, die Dinge einfach laufen lassen und dann aufheulen, wenn sich die Lage negativ verändert… So wie gerade bei einem Kumpel.

    Gefällt 1 Person

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