Blogparade

Über die {Supermama} in mir #MissionFood4Kids

Die meisten Mamas haben wahrscheinlich schon anhand der Überschrift verstanden, was ich sagen und worüber ich hier schreiben möchte. Essen und Kinder ist wahrlich ein Thema für sich. Wohl dem, der ein Kind hat, was da unkompliziert ist. Ohne Frage war ich als Nicht-Mama selbstverständlich davon überzeugt, dass das eine Frage der Erziehung ist. Da sind die Eltern einfach zu nachlässig und machen es dem Kind nur recht, wenn es nicht isst, was auf den Tisch kommt… Hach ja, wie oft mir doch heute auffällt, wie viel Ahnung ich noch hatte, als ich selbst noch keine Kinder hatte… NICHT!

Es war einmal…

…ein Ehepaar, dass dem leckeren Essen nicht abgeneigt war. Wir haben ausgiebigst für uns gekocht, dabei viel ausprobiert; wir sind essen gegangen, sehr oft – ausgiebig, genussvoll und abwechslungsreich. Dass gerade letzteres nicht so bleiben würde beziehungsweise zumindest für eine Zeit lang erst einmal nicht mehr, wenn wir denn dann Eltern sein würden, war uns klar. Doch nahmen wir uns vor, unser Kind gleich daran zu gewöhnen, was es bei uns so alles an Essen gibt und auch an das Essen gehen an sich.


 

Meine gute Esserin

Und zunächst hatten wir es – zugegeben – auch echt gut. Maxi-L war von Anfang eine gute Esserin. Das fing schon damit an, dass sie während der Vollstillzeit alle 2 Stunden – ja, Tag und Nacht (!) – zugeschlagen hat. Den Beikoststart wollte ich möglichst weit hinauszögern, doch das Kind war gierig. Schnell aß sie nicht einfach schnöden Brei sondern gerne die ungewürzte Variante von all dem, was ich mir so rein schob.

Bezeichnend auch ihr guter Riecher fürs Essen, im wahrsten Sinne des Wortes. Sie war mal gerade erst zehn oder elf Monate alt, als sie im Urlaub noch so tief in Kinderwagen oder Trage schlafen konnte – sobald wir irgendwo kurz stoppten für einen Snack – ZACK – Augen auf! Wir haben uns köstlich amüsiert.

Als sie mit 22 Monaten in die KiTa kam und dort auch zweimal die Woche Mittagessen sollte, hatte ich keine Bedenken und behielt damit recht. Selbst so nicht-kindgerechtes Essen wie Grünkohlauflauf verschwand in Schnuppis Magen.

Als sie dann irgendwann meinte, mit Marotten anfangen zu müssen, konnte ich sie zunächst noch überlisten. Mein Trick mit der Spinatlasagne könnt Ihr bei selbigem Rezept von mir nachlesen. Hach, was fand ich mich gut, geradezu genial. War ja jetzt auch nicht so schlecht der Zug, oder? Aber nicht jede Marotte lässt sich so leicht überwinden:

So sieht Spinat MIT Nudeln und MIT Ei in der Schnuppi-Trennkost-Variante aus… 😀

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Ja, Madame braucht noch heute alles einzeln auf diversen Tellern. Die Nudeln dürfen den Spinat / die Sauce / den Ketchup erst berühren, wenn sie selbige reintunkt, passiert dies vorher, gleicht es einem Weltuntergang. Nein, ich übertreibe nicht! Wann dies genau anfing, weiß ich nicht, es schlich sich ein. Muss aber was Genetisches sein – mein Vater macht das auch. Ha!


 

Meine wählerische Essensverweigerin

Wenn es bei Mini-L doch nur so eine Marotte wäre wie bei Maxi-L gerade beschrieben, aber – wie so vieles – ist beim zweiten auch hier alles anders. Es fing schon damit an, dass lange außer Muttermilch so gar nichts ging. Dank meiner Hebamme habe ich es relativ gelassen genommen, dass ich sie fast ein Jahr komplett gestillt habe. Auch dann war jegliches und sämtliches anderes Essen mehr als schwierig. Anfänglich gingen eigentlich nur Joghurt, Nudeln und Salatgurke. Dass ich weder Reis noch – zu meinem besonders großen Leidwesen – keine Kartoffeln in dies Kind bekam, hat mich wirklich verzweifeln lassen.

Gerade bei Kartoffeln habe ich ungelogen ALLES versucht: Kartoffelbrei (mit zig diversen untergemischten Gemüsearten geschmacklich verfremdet), Salzkartoffeln, Pellkartoffeln, Kartoffelpuffer, Pommes und Bratkartoffeln… nein, nein, nein. Es gibt nur zwei Orte auf dieser Erde, wo sie (bisher) Kartoffelprodukte zu sich genommen hat: Die Pommes vom goldenen M und die Bratkartoffeln in der nördlichsten Fischbude der Welt – Herr Gosch muss als Koch bei uns einziehen… …und ich fühle mich dermaßen gedemütigt…

[hier eine Runde Mitleid einfügen bitte]

Aufgeben ist als Mama nicht. Natürlich zwinge ich sie zu nichts, aber ich werde nicht müde, meinen Kindern immer wieder alles zum Probieren anzubieten. Bei Kartoffeln mag der Erfolg (bisher?) ausgeblieben sein, aber tatsächlich aß sie plötzlich, von einem Tag auf den anderen, Reis. Und zwar UNMENGEN! Mittlerweile liebt sie Reis, was uns in der 50 Shades of Noodles Serie ein wenig mehr Abwechslung erlaubt.

Natürlich koche ich nicht ausschließlich nach dem Gusto der Kinder, so weit ist es bisher nicht gekommen. Kein Kind verhungert am gedeckten Tisch. Oder doch?

Doch da Mini-L eh dazu neigt, wie ein Spatz zu essen, koche ich doch ab und an nochmal eben fix eine Mini-Portion Nudeln dazu. Was zur Folge hat, dass auch Maxi-L davon ein paar haben will – zusätzlich zum Kartoffelbrei oder den Pommes oder was auch sonst immer als eigentliche Beilage vorgesehen war. Ende vom Lied? Mini-L isst dann meist noch nicht mal die Nudeln. Oft reicht ihr eine Sache, also dann halt nur die Wiener Würstchen oder nur die Fischstäbchen und nichts, wirklich rein gar nichts dazu…

Gestillt wird sie übrigens heute noch, immerhin nur noch zum Einschlafen… Natürlich ist das der Grund, warum sie tagsüber so wenig isst, denn sie trinkt sich dann ja abends an der Brust satt – danke, weiß ich, dank vielzähliger Kommentare und Belehrungen von allen Seiten… Ja nee, is klar!


 

Essen kochen – Zeit für die Supermama in mir

Mamas haben tatsächlich Superkräfte.

Mom Superpower

Quelle: http://mymemorykeepers.blogspot.de/

Wir können Babies machen, wir können Milch produzieren und vor allem überleben wir das Leben mit Kindern! Und so stellen wir uns auch immer wieder heroisch der Aufgabe, den Kindern etwas Nahrhaftes und Gutes zu kredenzen – in der Hoffnung, dass sie es auch wirklich essen.

Ich mag – gerade bei MiniL – immer mal wieder scheitern, aber ich feiere jedes Mal, wenn ich erfolgreich verkünden kann: Sie haben es gegessen, gerne und gut! Yeeehaaaa! 


Essen mit Kindern ist ein wahres Abenteuer. Dass ich damit nicht alleine bin, davon kann ich mich bei der tollen Blogparade von Mama on the Rocks überzeugen; wozu ich diesen Beitrag hiermit beisteuern möchte.

#MissionFood4Kids
– wir haben eine Mission, und wir werden sie erfüllen!

Mehr zum Thema findet Ihr dort von ihr selbst und sowie von anderen tapferen Müttern mit diesem „Schicksal“ 😀
Vielleicht habt aber auch Ihr etwas (Amüsantes) zu dem Thema beizutragen – dann macht mit und verlinkt Euren Beitrag unter dem ihren.

Hier die „Aufgabenstellung“:

Was habt ihr (egal ob Mann oder Frau) schon getan, um eure Kinder ausgewogen zu ernähren? Habt ihr Tricks auf Lager, um zum Beispiel Gemüse in sie reinzukriegen? Oder ist das eh alles Quatsch und sie sollen ruhig Nudeln ohne alles essen? Weg mit dem Hype also? Andererseits: Kennt ihr dieses Erfolgsgefühl, wenn die Kinder etwas mit Begeisterung essen, das sie eigentlich gar nicht essen wollten? Was meint ihr, wieso freut uns das so? Wer oder was bewirkt, dass wir so fühlen? Und wie hat sich euer Verhältnis zu Essen verändert, seit ihr Eltern seid? Ich bin gespannt auf euren Input!

Die Blogparade läuft noch bis 15. März unter dem Hashtag #MissionFood4Kids. Wenn genügend teilnehmen, gibt es – wie immer bei ihr – eine Blogparadenauswertung! Also los – traut Euch!


Und wie immer gilt: Aufgeben is(s)t nicht – COOK ON! 😉

Guten Hunger Euch allen weiterhin
Eure schnuppismama

 

 

 

 

 

 

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10 Kommentare zu „Über die {Supermama} in mir #MissionFood4Kids

  1. *Kreiiiiiiiiiiiiisch* – *meld* – *herethesame*.

    Während der große Schnurz so ziemlich von Anfang an, so zeimlich alles, nahezu wahllos in sich reinschaufelt, ist der kleine Hase megaaaaaaaaaaa wählerisch. Und ja, es bringt auch mich immer wieder an den Rand der Wahnsinnigkeit und Verzweiflung, wenn man mal wieder was tolles gefunden hat, was er _einmal_ ganz gut/halbwegs gegegessen hat und beim zweiten Mal dann, nicht eineinziger Löffel sich davon nur den Lippen nähern darf. *augenroll*

    Also: bleib tapfer, Muddi! Oma sagte schon immer: „Sie nehmen sich schon, was sie brauchen!“.
    (Und wenn das eine Milch-Brust abends ist haha).

    PS: Eigentlich kommentiere ich das ja nur, weil ich noch eine Frage loswerden möchte: ihr stillt (auch) noch? Wiejung ist Mini-L? … wir auch. 42 Monate.. 😀 *tüdelü*

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    1. Ich ahnte ja schon, dass ich damit nicht alleine bin, da MUSSTE ich bei dieser Blogparade einfach mitmachen. Wieder mal eine, die wie für uns gemacht ist 😉

      Du darfst übrigens auch zu gerne jederzeit kommentieren, auch wenn Du keine Frage hast; beantworte Dir selbige aber natürlich gerne! Ja, Mini-L will sich partout nicht abstillen. Und so gibt es abends zum Einschlafen die Brust. Sie wird im Juni 3 😉 Also „erst“ 32 Monate 😀

      Gefällt 1 Person

  2. Selbst würde ich von mir behaupten, ich bin noch mehr Kind als Erwachsene, habe mit 19 auch noch keine Kinder, bin aber beim Essen immer noch genauso wählerisch wie früher, mein Bruder ist da nicht anders, für mich gibt’s die Kartoffeln, für ihn den Reis, Nudeln essen wir zum Glück beide. Bei diversen Obst und Gemüsesorten Geräten wir aneinander und ich esse nur eine bestimmte Wurst, da kann mir einer noch so oft erzählen das es doch die gibt und die schmeckt auch. Ne sowas gibt es bei mir nicht.
    Liebe Grüße, Caro 🙂

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  3. Oh man, da kommt mir vieles bekannt vor 😉 Mein Bilderbuchmädchen ist ja sehr wechselhaft, was das essen angeht. Anfangs hat sie AAAAAlllles gegessen. Sie fand einfach alles, was wir Eltern gegessen haben so spannend. Stolz verkündete ich, dass sie auch Brokkoli so gerne esse… Ähm, erstes Kind und Anfängerfehler und so … Danach hat sie nie mehr Brokkoli gegessen. Momenta gar kein Gemüse und Obst nur in seltenen Glücksmomenten. Hm, ich habe vieles versucht, aber bisher hat nichts geholfen und jetzt gibt es halt oft Nudeln und Brötchen ohne alles ;)))

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    1. Passiert Dir nicht wieder, dieser Fehler. Ist ähnlich dem „yeah, wir haben gerade so gute Nächte, sie schlafen durch.“ – IMMER das Ende einer Serie….. 😉
      Ich habe auch, wie Du lesen kannst, schon sehr viel versucht und bin oft gescheitert, aber nicht immer. Und deswegen werde ich des Versuchens auch nicht müde. Und wie sagt man so schön in Bezug auf die Phasen bei den Kleinen „es wird nicht besser, aber anders“ 😀
      Keep smiling 🙂

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